Verstopfung bei Baby und Säuglingen

Normalerweise haben Säuglinge und Kleinkinder unter einem Jahr ungefähr mindestens einmal und bis zu fünf Mal Stuhlgang pro Tag. Bei kleinen Kindern zwischen einem und drei Jahren kann es dann auch schon einmal normal sein, wenn es nicht täglich Stuhlgang hat und die maximale Normalmenge an Stuhlgang liegt in diesem Alter bei drei Mal Stuhlgang am Tag. Im Alter von 3 – 6 Jahren ist dann eine Stuhlgangmenge von einmal alle zwei Tage bis zu zwei Mal täglich normal. Auch Schmerzen beim Stuhlgang sind nicht normal genauso wenig wie ständige Bauchschmerzen, ein harter Bauch oder andauernde Blähungen. Wenn Eltern es nicht alleine in den Griff bekommen, zu große Abweichungen von der Normalität beim Stuhlgang eines Babys schnell wieder zu normalisieren, ist es besser, mit dem Säugling zum Arzt zu gehen, denn Probleme beim Stuhlgang können sowohl auf eine Krankheit hinweisen als auch dauerhaft das Kind krank machen.

Das Baby hat Verstopfung, was sind die Ursachen?

Gestillte Babys haben nur sehr selten Verstopfung. Oft tauchen die ersten Probleme mit zu hartem oder zu seltenem Stuhlgang auf, wenn es zu einer Ernährungsumstellung kommt wie dem Zufüttern von Ersatzmilchprodukten oder später auch Brei, Obst, Gemüse und so weiter. Der Darm des Babys muss sich oft erst an diese Umstellung gewöhnen, die Darmbakterien müssen sich auf den neuen Inhalt des Darms einstellen, was vorübergehend zu Verdauungsstörungen kommen kann. Ist das nicht nur kurzfristig so, sondern bleibt so, dann verträgt der Säugling irgendetwas von der neu dazu gekommenen Nahrung nicht. Auch Stress kann eine Verstopfung verursachen. Das kann eine Reise sein, ein Verwandtenbesuch oder irgendeine andere Umstellung im Alltag des Kindes. Man kennt es ja von sich selbst, dass auf der Autobahn-Toilette, im Krankenhaus oder in einer fremden Umgebung plötzlich der Stuhlgang Probleme macht. Genauso ist das auch beim Baby.

Was ist bei einer Verstopfung zu tun?

Das beste Mittel gegen Verstopfung ist immer das Vorbeugen. Am besten ist es daher immer, jede Nahrungsumstellung von Säuglingen oder Kleinkindern in kleinen Schritten vorzunehmen, damit sich der Darm an die neue Nahrung in aller Ruhe gewöhnen kann. Ob ein Baby irgendein neues Nahrungsmittel nicht verträgt, erkennt man meistens leicht, wenn die Umstellung neue Lebensmittel einzeln einbezieht. Da ist der Übeltäter schnell entlarvt und die Eltern sollten dann so ein Lebensmittel meiden oder nicht in großen Mengen füttern, sondern ausprobieren, wie viel davon vertragen wird. Generell sollte ein Baby genug trinken, genug Ballaststoffe essen, wenn es etwas älter wird und ausreichend Obst, Gemüse und Vollkornprodukte bekommen, damit sich seine Verdauung normalisiert. Auch die täglichen Lebensumstände sollten für ein kleines Kind immer möglichst stressfrei sein, damit sein Rhythmus nicht laufend gestört wird. Dann klappt es sicher auch mit der Verdauung. Wenn sehr verhärteter Stuhl im Enddarm festhängt, immer zum Arzt gehen, denn wenn sich das Baby nicht mehr traut, in die Windeln zu machen, weil es Angst vor Schmerz und Fissuren hat, braucht es Hilfe und danach auf jeden Fall eine Form der Ernährung, die so etwas nach Möglichkeit dauerhaft verhindert.

Eine zu frühe und strafende Sauberkeitserziehung kann auch Verstopfung auslösen. Lassen Sie ihrem Baby Zeit, sauber zu werden. Die meisten Kinder schaffen das, und einige werden eben dabei etwas älter.

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